Im achten Schuljahr wird ein vollständiges Theaterstück einstudiert. Hier wird das frei werdende Seelenleben der Kinder nicht durch die Begegnung mit einer äußeren Notwendigkeit, wie zum Beispiel im Gartenbau- oder Physikunterricht, geordnet, sondern durch eine in Gemeinschaft frei geschaffene künstlerische Gestaltung. Die Entwicklungen, welche bei der Verkörperung einer Rolle wahrgenommen werden können, haben eine wichtige Wirkung im Zusammenhang der Klassengemeinschaft. Man freut sich an den Fortschritten der Mitschüler und bemerkt, wie die Qualität des Ganzen dadurch immer schöner in Erscheinung treten kann. Dieser Prozess wird bereichert durch die zum Teil selbst geschneiderten Kostüme, das Bühnenbild, Licht und Ton. Am Ende steht ein vollwertiges Theaterereignis, welches in der schulischen Biographie der Kinder einen wichtigen Augenblick bezeichnet, in dem die Einzelleistung im Zusammenhang mit der Leistung aller anderen sichtbar wird.