Geschichte
Ein Überblick über die Geschichte von ihren Anfängen bis zur Gegenwart rundet den Geschichtsunterricht in der zwölften Klasse ab. Dazu werden einzelne Aspekte so ausgewählt, dass sich in der Zusammenschau ein gewisser Überblick ergibt. Die Untersuchung einer einzelnen Kultur als Kulturbiographie lenkt die Aufmerksamkeit auf den Entwicklungsfortschritt, worin er sichtbar wird und wie es auch zu Rückschritt oder Stagnation kommt. Zuletzt gilt die Untersuchung dem Sachverhalt, dass im geschichtlichen Verlauf die Entwicklung zur Freiheit des Individuums im gesellschaftlichen Zusammenhang immer früher vollzieht. Damit schließt der Unterricht an die Entwicklungssituation der Schüler an. Die inhaltlichen Möglichkeiten, diese Unterrichtsziele zu verfolgen, sind vielfältig.

Geographie
Die Geographie des zwölften Schuljahres wird als Wirtschaftsgeographie unterrichtet. Die Aufmerksamkeit gilt der näheren Betrachtung sogenannter Schwellenländer. Formen und Tendenzen der Globalisierung werden aufgewiesen durch besonders im Wirtschaftleben zu Macht und Einfluss gelangende Staaten. Die Folgen sich konzentrierender wirtschaftlicher Macht werden kritisch betrachtet. Dabei ergibt sich der Stoff vielfach aus dem Tagesgeschehen. Aktuelle Themen aus der Wirtschaftspolitik werden im Unterricht transparent gemacht. Dabei stößt man vor in die Bereiche der Klima- und Vegetationszonen und der Ökogeographie.

Kunst
Ein Überblick über die Entwicklung der Architektur schließt die kunstgeschichtlichen Betrachtungen im zwölften Schuljahr ab. Die einzelnen Stilepochen werden an hervorragenden Bauwerken untersucht. Dabei wird die Aufmerksamkeit für den künstlerischen, den bautechnischen und den sozialen Aspekt eines Bauwerkes geschult. Zugleich werden im Gang durch die Geschichte die sich verändernden seelischen und geistigen Haltungen und Grundstimmungen des Menschen im architektonischen Ausdruck untersucht.

Philosophie
In der Philosophie wird menschliches Denken lebendig als jenes Vermögen, hinter das es keinen weiteren Erkenntnis begründenden Rückgriff gibt. Bewusstes Denken ist Quell jeder Beziehung zwischen Mensch und Welt. Ziel des Philosophieunterrichtes ist es, die Art der philosophischen Fragestellung und Denkweise im Unterschied zu den Einzelwissenschaften kennen zu lernen. Mit Hilfe von Texten aus der philosophischen Tradition wird solches Philosophieren angeleitet. Zudem machen begriffsgeschichtliche Untersuchungen zentraler philosophischer Fragestellungen – zum Beispiel, was Glück ist – die Entwicklung philosophischer Reflexion selbst deutlich. Denken soll bewusst gemacht werden als reale Erkenntniskraft, durch die der Mensch über sich selbst und die Welt Klarheit gewinnen kann.

Theater
Einen Schwerpunkt im künstlerischen Unterricht des zwölften Schuljahres bildet die Einstudierung und Aufführung eines abendfüllenden Theaterstückes. Elementare Schauspielübungen bereiten den Prozess der Rollenverkörperung vor. Auf diese und das Partnerspiel konzentriert sich der wesentliche und entscheidende Teil der szenischen Arbeit. Kreativität und Ausdruckskraft des Schauspiels bilden die Keimzelle eines Ganzen, in dem auch Kostüm, Requisite, Bühnenausstattung, Licht, Ton und Werbung in Zusammenarbeit zwischen den Schülern und der Regie ihren Platz finden müssen. Ziel des Theaterprojektes ist die Erfahrung, dass durch die Anstrengung der Gemeinschaft die Einzelleistung erst ihren besonderen Qualitäten dem Ganzen mitteilen kann.